Samstag, Juni 28

Frage:

Mein Brunder verweilt gerade in Dubai. Geschäftlich, trotzdem muss er wohl genug Zeit haben um Land und Leute zu beobachten. Sei es ihm gegönnt. Gestern bekam ich eine MMS von ihm. Betreff: Zwei Scheichs trinken Warsteiner. Auf dem Bild waren möglicherweise tatsächlich zwei Scheichs abgebildet. Damit ließ er mich stehen: Zwei Scheichs trinken Warsteiner. Uuuund? Ist das ungewöhnlich? Verboten in Dubai? Was besonderes? Wenn Sie denn Schmucker getrunken hätten - okay.

Klärt mich auf!

Montag, Juni 16

Von wegen...

.. Frauen haben keine Ahnung von Fußball: Platz 5 von insgesamt 678 Teilnehmern! Und das, obwohl ich verpennt habe, an einem Tag zu tippen.

Seht selbst:

Mittwoch, Juni 11

Punktelieferant.

Ganz Europa ist in EM-Stimmung. Ganz Europa? Nein. Von der Insel mal abgesehen, hätte ich mir die Begeisterung der Österreicher und Schweizer größer vorgestellt.

Gut, es sind keine Fußballnationen. Es war klar, dass Österreich bereits in der ersten Runde scheitern wird - da hat man doch keine Erwartungen. Letztere wurden durch die WM 2006 doch ordentlich in die Höhe geschraubt - zumindest bei mir.

Ich, als Stammgast in der ZDF-Arena auf der Seebühne bin trotzdem begeistert. Wer kann es den Schweizern, Österreichern und Türken denn auch verübeln, wenn sie reihenweise mit betröpelten Mienen die Arena verlassen. Am Sonntag zumindest war die Stimmung bestens - ein schwarz-rot-goldenes Meer. Poldi sei Dank (da vergesse ich auch für einen Augenblick für welchen Verein er spielt).

Übrigens: Die Karten für die Seebühne werden mittlerweile für 30,- € das Stück verkauft, ursprünglicher Preis waren mal 6,50 €. Aber nur für die Spiele der Deutschen. Am Samstag hat das ZDF für die Partie Portugal - Türkei noch 400 Karten verschenkt, damit JBK im Kamerabild nicht ganz so verlassen wirkt.

Hinzu kommt das Wetter, das Miststück: Dauerregen, richtig kalt und am am Dienstag soll es sogar schneien. Auch wenn das Deutschland-Fähnchen auf meiner Wange vom Regen weggespült werden sollte - morgen geht es weiter und am Montag darf es dann nur lauten: Ihr seid nur ein Punktelieferant.

Freitag, Juni 6

So ist es.

Hallo? Wetter? Es regnet. Ununterbrochen, seit gefühlten 14 Tagen. Es ist kalt, ich überlege meine Wintersachen auszupacken und die Schneehöhen in den Bergen regelmäßig zu überprüfen. Meine Stimmung ist genauso grau, wie der Blick nach draußen.

Und das jetzt, kurz vor der EM. Ich habe keinen Fernseher, ich bin angewiesen auf die Biergärten und das Public Viewing auf und vor der Seebühne.

Nein, ich gehöre definitiv nicht zu denen, die sich dauernd über das Wetter aufregen. Bevorzugt mag ich es kalt und weiß. Aber nicht zur EM und nicht hier in Lindau, wo ich im Sommer das ganze Wochenende am See rumliegen könnte.

So sollte es sein, so ist es.

Dienstag, Juni 3

Ist das nicht reizend?

So bekommt man gerne gratuliert, da nehme ich ihr selbst die Hummel nicht übel. Ja, ich weiß, "das ist doch nur lieb gemeint".

Auch allen anderen, Danke für die vielen und tollen Glückwünsche. StudiVZ, Wer-kennt-wen.de und XING sei Dank. Endlich mal wieder mit Leuten telefoniert, die man ewig nicht an den Hörer, geschweige denn zu Gesicht bekommen hat. Besondere Grüße nach Schweinfurt.

Eine ausführliche Berichterstattung bin ich Euch noch schuldig: Mein Spanner/Stalker, der auf eine abartig liebevolle Weise regelmäßig Hausbesuche bei mir macht. Fortsetzung folgt.

Freitag, Mai 9

Bis November, James.

Da war er. Viel gesehen hat man allerdings nicht. Die Seebühne war weiträumig abgesperrt, alle paar Meter stand Security und achtete darauf, dass der gemeine Paparazzo und Bond-Fan auf keine dummen Gedanken kommt. Die Veranstaltung mit Otto im Festspielhaus wurde abgesagt, auch das Bregenzer Hallenbad schloß seine Pforten (was wohl nicht unbedingt mit dem Dreh in Zusammenhang stand).

Nur an einer Stelle hatte man einen Blick auf die Seebühne und das riesige Auge von Tosca. Hier scharrten sich dann auch die Neugierigen, bewaffnet mir Fernglas, Photoapparat und viel Geduld. Zwei Stunden Geduld konnte ich aufbringen, an ein Fernglas und einen Photoapparat hatte ich allerdings nicht gedacht. Gesehen habe ich ihn trotzdem: Wie Craig auf die Bühne stürmt (Tosca natürlich in vollem Gange) und mit Platzpatronen um sich schießt. Ein kurzer, nicht gerade beeindruckender und wahrlich kein männlicher Auftritt.

Leid taten mir dann nur die Statisten. Die 1500 Freiwilligen, die sich die Szene bestimmt nicht zum letzten Mal anschauen durften und bitterlich gefroren haben müssen (zumindest die Frauen in ihren Ballkleidchen). Der Dreh ging dann auch bis morgens um 7:00 Uhr, und das 7 Tage lang für nur 7 Minuten in „Quantum of Solace“ – Vielen Dank, 007.

(Natürlich war der Autor begeistert, hautnah bei einem Bond-Dreh dabei gewesen zu sein. Der Autor wird sich den neuen Streifen sehr wohl im Kino anschauen, da er sich sicher ist, dass sich die Platzpatronen dann nicht mehr wie Platzpatronen anhören.)

Montag, März 24

Statusmeldung:

Ob ich streiken würde, wurde ich gerade eben gefragt. "Dein Blog!" Achso. Diese arme grüne Seite, die sich unter www.blousgebabbel.blogspot.com versteckt. Ich fühle mich schuldig. Die Ausrede dass ich keine Zeit habe zieht wohl nicht so. Immerhin ist es schon vier Wochen her, dass ich meine Bachelorarbeit auf den Weg nach Mittweida geschickt habe. Aber es ist so: Ich habe keine Zeit und - was erschwerend hinzu kommt - nur temporären Netzzugang.

Ich lebe mich ein in Bayern. Die Feuertaufe, das Starkbierfest im Stift auf der Lindauer Insel, überlebt. Beschlossen, mir ein Dirndl zu kaufen (die Sprüche bzgl. der Ausstattung 20 cm unterhalb meines Kinns könnt ihr euch sparen) und dieses auch zu tragen.

Ansonsten lebe ich jedes Wochenende mein liebstes Hobby so richtig aus: Skifahren. Gestern Skitag Nr. 21 für diese Saison. Ein Ende ist - bei diesen Schneemassen - erst mal nicht in Sicht. Flims Laax (Schweiz) mit Andreas Arnold (Insider) und meiner Arbeitskollegin Fang (ja, das ist ein Name).

Um die wohl primitiven deutschen Touristen musikalisch zu befriedigen wurden unter dem Motto "Schnulz um Sulz" ganz große Geschütze aufgefahren: Unter anderem Guildo Horn und Susi Sonnenschein. Mit den Schlagern wurde das ganze Skigebiet beschallt. [Jaah, natürlich hat uns die Musik gefallen und natürlich haben wir gefeiert - zufrieden?!]

Weitere Highlights: Kurz vor dem Verzweifeln gewesen. Beim freeriden für Arme habe ich meinen Ski verloren. Ganz schlechte Voraussetzungen bei einem Meter Neuschnee und keiner freeridetauglicher Ausrüstung. Mein Ski war zum Glück schnell gefunden, das Anziehen des Skis habe ich nach einer Viertelstunde aufgegeben, per Fuß auf die Piste zu kommen nach 10 Metern auch. Irgendwie (nach gefühlten drei Stunden) dann doch im Tal angekommen. Ein paar Impressionen:



Laaxer Berg-Panorama.

Sonntag, Februar 3

Brechen.

Draußen scheint die Sonne, letzte Nacht gab es 20 cm Neuschnee. Perfekte Bedingungen hier. Außerdem heute, Fastnachtsumzug in Abtsteinach - wo ich eigentlich sein sollte. Aber nein, ich sitze im Büro mit einer Rotznase und starre ungläbig auf meinen Bildschrim. Sind mir doch gerade tatsächlich drei Stunden Arbeit abgeschmiert. Ich will schreien.

Samstag, Februar 2

Ich habe Ischgl überlebt.





Ischgl, mein Fazit:

- Ein riesengroßer blauer Fleck, zwei Blutergüsse und mein linker Arm ist immer noch nicht einsatzfähig.
- Auf meinen Kontoauszug habe ich mich noch nicht getraut zu schauen, ein Blick in den Geldbeutel hat mir schon gereicht. Doch ich habe keine 11 Euro für einen Wodka-Red-Bull bezahlt, nur um ein paar Mädels auf dem Tisch tanzen zu sehen.
- Apropos Mädels: Meine Kamera ist voll von diesen Bildern. Nachdem Herr P. ca. 100 Bilder mit seiner Handy-Kamera gemacht hat (diese aber nichts geworden sind) meint Herr Z. dass er doch meine Kamera dabei habe. Falls ich die Bilder lösche sollte werden mir fünf Freundschaften gekündigt.
- Angeheitert (Untertreibung) Schlitten gefahren. Für eine 7 km-Abfahrt gefühlte fünf Stunden gebraucht. Herr A. rannte mehr seinem Schlitten nach, als darauf zu sitzen. Nebenbei Holländer beleidigt ("You are so boring!"), danach mit ihnen feiern gewesen und festgestellt dass man doch jedes Lied im Kuhstall mitsingen konnte.
- Über den ersten Abend im Kuhstall schweigen wir uns einvernehmlich aus. Ein erster Satz am nächsten morgen: "Scheiße, ich habe meine Skihose noch an."
- Ich verspreche beim nächsten Urlaub nicht noch mal die Milch auf den Herd zu stellen und dann duschen zu gehen.
- Skifahren waren wir tatsächlich auch - und nicht gerade wenig. Drei Tage Kaiserwetter in einem gigantischen Skigebiet, mit der Skischaukel Ischgl-Samnaun. Nur am vierten Tag hat es ein bisschen gestürmt.
- "Einmal Ischgl - immer Ischgl!" Ist so. Im März gehe ich noch mal.

Übrigens: Eine Auswahl an Bildern hier.

Sonntag, Januar 20

Vergessen.

In Bregenz zum Kaffee trinken gewesen. Mal wieder. Hier bekommt man noch ein Glas Wasser zum Latte und die Raucher werden (noch nicht) vor die Tür gestellt. Ein schönes Gefühl, einen Aschenbecher zu bestellen und diesen zwei Minuten später tatsächlich auf dem Tisch stehen zu haben. Aber das ist ein anderes Thema.

Viele sehr gutgekleidete Menschen waren unterwegs: in wunderschönen Abendroben, kurzen Röcken, mit Fliege oder mit aufwändiger Hochsteckfrisur. Kam mir etwas schäbig vor, in meinen Stiefeln mit fast abgelaufenem Absatz und sowieso unpassend bekleidet, mit meiner Winterjacke im Frühsommer. Auch wenn nichts darauf hingewiesen hat, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Casting für den neuen Bond-Film. Heute. Gestern. Und auch am Freitag. Hätte ich vorher gewusst, dass die Oberweite bei der Auswahl der Statisten ein Haupt-Kriterium ist, hätte ich es vielleicht doch versucht.

Ischgl 2008: Noch drei Tage.

Hier bei 15° im Schatten frage ich mich wirklich, ob 100 Kilometer weiter tatsächlich 1,50 Meter Schnee liegt. Ein Glück haben die Jungs gestern so eingekauft, dass wir vier Tage lang nur trinken und essen könnten, falls das Skifahren dem Sommereinbruch zum Opfer fällt. Ein Auszug: eine Kiste Apfelwein, eine Flasche Wodka, ausreichend Pfläumlis, X Kästen Bier und Weißbier. Georg zu mir: "Den Alkohol kaufen wir dann in Österreich."

Eigentlich wollte ich noch bloggen, was uns Musiktechnisch erwarten wird. Dachte wenn ich Cowboy & Indianer mitsingen und -tanzen kann, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Bei YouTube mit dem Suchwort "Aprés Ski Hits" eines besseren belehrt worden und zum Schluss gekommen, dass ich das mir und meinen Lesern nur mit einer Flasche Wodka intus antun kann.

Wir werden aber nicht nur Skifahren und trinken. Hauptsächlich ja, aber aus Rücksicht gegenüber unserem Nicht-Skifahrer werden wir uns mit einem Schlitten die Piste herunter stürzen (man beachte die Preise) und - falls sie nicht den sommerlichen Temperaturen zum Opfer fallen - uns diese Kunstwerke anschauen. Außerdem urlaubt unser Kerwepfarrer zufälligerweise zur gleichen Zeit in Ischgl. Am Donnerstag um 13 Uhr treffen wir uns auf der Idalpe auf eine Tasse Tee. Ich werde berichten.

Dienstag, Januar 15

Hannibal Lektor.

Er ist der wohl gefürchteste Mann, bei uns im Unternehmen: Hannibal Lektor. Wenn man einen Text von ihm zurückbekommt, kommen diese Gedanken automatisch: "Du kannst nicht schreiben, was machst du überhaupt hier. Meinst du, du bist in der Lage auch nur einen Satz korrekt zu formulieren?!" Naja, zumindest habe ich das mit der Rechtschreibung im Griff.

Hier also ein Text von mir, korrigiert von Hannibal (das man den Text nicht lesen kann ist gewollt). Rot = muss ich ändern. Blau = Empfehlungen. Grau = Unklarheiten. Netterweise hat er den Text auf A3-Format ausgedruckt, damit auch alle seine Korrekturen darauf Platz finden.



Man lernt nur, wenn man Fehler macht. Noch nie zuvor hat sich jemand so ausführlich mit einem Text von mir beschäftigt. Ich bin gerührt.

War zu erwarten.

Sonntag, Januar 6

Skifahren? Nebensache.

Unsere Reisegruppe für Ischgl steht. Fünf Jungs und ich. Der Einzige, der nicht darf, beschwert sich über die miese Frauenquote. Auch wenn Teile der Gruppe ausschließlich wegen dem Faktor Aprés-Ski nach Ischgl reisen ("Wie? Ischgl ist der Ballermann von Österreich?"), sollten wir die technische Seite nicht außer Acht lassen: ein Nicht-Skifahrer, ein Anfänger, zwei mit Odenwalderfahrung, ein Fortgeschrittener und ein Könner - ich. Verspricht interessant zu werden. Einer aus der Gruppe kündigte an, sich vorerst nur einen Tagesskipass kaufen zu wollen. Ein anderer reagierte entsetzt auf mein Vorhaben, um 9.00 Uhr auf der Piste stehen zu wollen und erst um 16.00 Uhr zum Aprés-Ski zu gehen. Er ziehe es vor auszuschlafen, zwei Stunden Skifahren zu gehen und dann um 14.00 Uhr einzukehren. Er wurde auch mit der Suche nach unserer Ferienwohnung beauftragt. Ich gehe davon aus dass nicht die Distanz "Ferienwohnung - Lift" sondern "Ferienwohnung - Kuhstall" eine Rolle bei der Auswahl unserer Ferienwohnung spielen wird. Mein vorläufiges Fazit: Skifahren wird in Ski-Urlauben sowieso völlig überbewertet.

Samstag, Januar 5

Bond-Girl oder doch Europameister?

Bregenz lebt. Nach einem Gastspiel von Bastian Sick, gibt sich nun auch der MI6 die Ehre. Ich gebe es zu, ganz kurz habe ich mit dem Gedanken gespielt, mich für eine Statisten-Rolle im neuen James Bond-Film zu bewerben. Nachdem ich mir aber bewusst gemacht habe dass ich unter 1000 Statisten nicht unbedingt auffallen würde, das mit meiner großen Karriere so also nichts werden kann, habe ich mich gegen eine Teilnahme am Casting entschieden. Zudem finde ich die Aussicht im April zwei Wochen lang jeden Abend auf der Seebühne sitzen zu müssen, nicht gerade prickelnd. Wer will denn auch sehen, wie Daniel Craig wieder und wieder die Szene verpatzt? Neben der Tatsache, dass man mich mit der Lupe auf dem Bildschirm suchen müsste, habe ich womöglich noch einen miesen Sitzplatz, den ich bei der EM schon inne habe. Public Viewing des ZDF auf der Seebühne. Die Spiele unserer Elf ausverkauft, das Finale ebenso. Blieben mir nur noch Karten für das Halbfinale, Spiel 30. Einfach nur dabei sein, ist eben doch nicht immer alles.

Mittwoch, Dezember 12

Reisegruppe Ischgl 2008

Das wäre der erste Skiurlaub mit meinen Leuten. Eigentlich bin ich ein durchaus optimistischer Mensch, aber wenn es darum geht, 15 Leute auf einen Termin zu packen, der in vier Wochen ist... Ich lasse mich überraschen. Immerhin steht fest, wohin wir fahren.

Falls noch jemand mit möchte, der keine Mail bekommen hat, dann Meldung an mich. Wenn du dann immer noch keine Mail bekommen haben solltest, war es meine Absicht, dich auch beim ersten Rundschreiben nicht zu berücksichtigen.

Mittwoch, Dezember 5

Knacktag?

Also ich habe ihn nicht geknackt. Wollte ich auch nicht. Angestrebt waren 2000 Euro, um mir für 900 Euro eine Skijacke von Kjus kaufen zu können. Die Skihose würde dann noch mal mit 500 Euro zu Buche schlagen. Wenn man aber nur die Superzahl richtig tippt (die ich nicht mal tippen musste), wird das nichts. Vielleicht liest er das ja und hat ein großes Herz.

Sonntag, Dezember 2

Ich habe...

Rücken, Oberschenkel und Nacken. Ich werde alt. Trotzdem Danke, St. Anton.
Bilder gibt es irgendwann.

Für meine genervten und neidischen Leser: Am Wochenende bin ich im Odenwald. Glühweinkerwe Weihnachtsmärkte.

Sonntag, November 25

Zwei schöne Abfahrten.

Die eine am Freitag. Club-Szene in Lindau getestet. Nicht schwierig, bei einem Club. Drei Tannezäpfle habe ich gebraucht um rein zu gehen, acht um auf seine Musik zu tanzen. Stefan kennt ihn bestimmt.
Die zweite Abfahrt heute am Montafon. Leere Pisten, schönes Wetter und toller Schnee.

Freitag, November 23

Baby war beim Frisör.

Dran gedacht, wieder in den Osten zu ziehen. Aber auch nur weil dort Frisöre sind, die einigermaßen schneiden können.

Könnte heulen, wenn ich in den Spiegel schaue. Muss mir, wegen meiner Haarfarbe, eine komplett neue Garderobe zulegen. Werde mir zwei Wochen Urlaub nehmen. Bin froh, am Sonntag beim Skifahren eine Mütze tragen zu dürfen. Mein überdimensionaler Schal, wurde kurzerhand zum Kopftuch umfunktioniert. Werde nächste Woche hinfahren, und mein Geld zurück verlangen. Habe noch während der Autofahrt einen Termin beim Frisör meines Vertrauens gemacht. In den zwei Wochen bis zum Termin, werde ich es vermeiden, in den Spiegel zu blicken. Bin froh, dass das Übertragungskabel für meine Kamera immer noch nicht aufgetaucht ist. Bin mir unsicher, ob die Österreicher den Unterschied zwischen braun und rot kennen. Hoffe, dass die nächsten zwei Wochen die Sonne nicht scheint, sonst kommt die Farbe noch mehr zur Geltung. Ärgere mich, heute meinen Kollegen wegen seiner Geheimratsecken gemobbt zu haben. Er wird am Montag lachen. Und ich immer noch heulen.

Hilfeschrei!

Ich bekomme Panik. Nur noch knapp sechs Wochen bis Weihnachten. Ich will nicht schon wieder, erst am 24. in das Rhein-Neckar-Zentrum stürzen, um neben ausschließlich männlicher Kundschaft, verzweifelt meine Geschenke einzukaufen. Ich will auch nicht wieder, eine Woche vor den Festtagen meinen Bruder anrufen, um ihn zu bitten, einen Fresskorb - der ausschließlich aus Weinpräsenten bestand - aus Spanien mitzubringen. Den Serrano-Schinken, durch den das Weinpräsent die Bezeichnung Fresskorb annährend verdient hätte, hat er dann auch noch auf der Heizung im Flughafen liegen lassen.

Es muss auch nicht schon wieder eine Platte von Tom Waits oder Mark Knopfler sein. Auch unser Weinkeller ist voll und Wellnes-Gutscheine sind nun wirklich nicht mehr kreativ. Das soll es aber sein. Basteln möchte ich trotzdem nicht. Es soll was her machen, aber von Herzen kommen. Ich schenke gerne, aber mir fehlen die Ideen.

Sonntag, November 11

Schokospieß im Apfelwein.

Drei Tage im Bembelland, besser bekannt als "meine Heimat". Außer den Messehallen und unserem Hotel habe ich von unserer Landeshauptstadt nicht viel gesehen. Nur so viel, dass ich mich frage, warum denn eigentlich Wiesbaden unsere Landeshauptstadt ist. Bonn ist ja auch in Berlin.

Das Highlight an unserem Stand: Ein Schokobrunnen. Im Vorfeld war ich begeistert, als ich dort war, nicht mehr. In der Annahme an drei Messetagen mindestens fünf Kilo zu zunehmen, wurde mir beim bloßen Zuschauen, wie mancher Messebesucher gierig 10 Fruchtspieße in sich hinein geschoben hat, schlecht. Ich musste es mir verkneifen, nachdem jeder Messebesucher mindestens einen (der Rekord lag bei 17 Spießen) Schokospieß in sich hinein gedrückt hat, jedem persönlich mit einer Serviette das Gesicht abzuwischen. Zumal roch man die Schokolade durch die ganze Messehalle. Ekelhaft.

Mehr gefreut habe ich mich da über Apfelwein, der auch weiterhin so bezeichnet werden darf. Jeder Odenwälder, der für längere Zeit der Heimat fernbleiben musste, kann meine Gefühle nachvollziehen. Warum aber die Wiesbadener Cola-Äppler Kobra nennen und der Wirt mich beinahe erwürgt hat, als ich einen Cola-Äppler bestellt habe, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe ja mittlerweile aufgehört, Rotwein mit Cola zu mischen, also jetzt lasst mir zumindest meinen Cola-Apfelwein-Mix, ihr Puristen!

An dieser Stelle möchte ich übrigens darauf hinweisen, dass mir jeder Besucher aus dem Odenwald eine Flasche Apfelwein mitzubringen hat. Also Christian, jetzt kennst du das Mitbringsel für Freitag.

Diese Woche: U.a. Google-Vortrag, Veranstaltung hier und Besuch aus dem Odenwald. Falls meine bescheidene Hütte dann noch steht, hier scheint nämlich gerade die Welt unterzugehen.

Freitag, November 2

Blutbad im Odenwald.

Unser Hund hat meiner Mutter den Finger gebrochen. Ich habe herzhaft gelacht. Natürlich konnte sie (der Hund) nichts dafür (Beschützerinstinkt nennt man sowas). Jetzt will sie (der Hund) dauernd in den gegibsten Finger meiner Mutter beißen, weil sie (der Hund) denkt, es wäre ein Knochen. Ich habe herzhaft gelacht.

Danach das Blutbad. Nachdem sie (der Hund) meiner Mutter den Finger gebrochen hat, sind ihr (meiner Mutter) unsere blutenden Enten entgegengekommen (die bluten sonst eigentlich nicht). Ein Enterich wollte, weil er so verstört war, Selbstmord begehen. Sie (meine Mutter) konnte ihn retten. In aller letzter Sekunde (das macht die Geschichte dramatisch). Nur einer (der Fuchs) kommt in Frage, sollte man meinen. Aber nein, es waren 12 Krähen (das macht die Geschichte unfassbar). Erinnert mich an den Film von ihm (Hitchcock). Wäre ich zu Hause gewesen, hätte ich eine nach der anderen (alle Krähen) vom Baum geschossen. Mistviecher.

Lindau ist anders.

In Lindau gibt es kein Blutbad und keine gebrochenen Finger. Alltag nennt man sowas. Nein, ich beschwere mich nicht, ich genieße es. Ich mag die Regelmäßigkeiten. Ich mag es, am Wochenende nach Bregenz zu fahren, mich ins Café zu setzen und Topfenstrudel zu essen. Dabei bevorzugt den SPIEGEL zu lesen und mir zu denken, was für einen tollen Dialekt ich doch habe. Es ist toll, mit den Mädels die "Ausgehmöglichkeiten" abzuklappern und des Öfteren festzustellen: "Scheiße, wo sind wir hier gelandet." Am Bodensee spazieren zu gehen, entschädigt dann für einiges, aber eben nicht für alles. Ich mag meine Arbeit. Ausnahmslos. Aber nicht die Rückenschmerzen. Was mir noch fehlt, ist die Karte zum Glück. Glück. Glück. Glück. Glück. Und bitte, schickt mir endlich Schuhe.

Mörtel sucht das Glück.

Außer ARD und ZDF empfange ich ausschließlich österreichisches Fernsehen. Sagen wir so, Fernsehen aus Deutschland ist nicht schlecht. Eine Sendung jedoch habe ich entdeckt, die sich zu schauen lohnt. Wir sind Kaiser. Eine sehr gute Alternative zu Schmidt und Pocher am Donnerstag Abend.

Den Günther Jauch des österreichischen Fernsehens kenne ich nun auch. Mir, bis vor vier Wochen völlig unbekannt: Richard Lugner, Spitzname Mörtel. Eigentlich Bauunternehmer, daher der Spitzname. Überpräsent, keine Möglichkeit ihm zu entkommen. Seine Sendung, das sinnloseste was ich in letzter Zeit gesehen habe und trotzdem immer wieder schaue (die Alternative wäre CSI). In "Mörtel sucht das Glück" datet er jedes Wochenende zwei oder auch drei Frauen - wirklich junge Frauen - in verschiedenen europäischen Städten. Eine wird dann "Miss" der Stadt und irgendwann gibt es ein Finale. Dank Wikipedia weiß ich nun auch, dass die "Miss-Miss" zum Wiener Opernball 2008 in seine Loge geladen wird (2007 war das Paris Hilton). Für sein Bett braucht die Dame aber sicher keine Einladung.

Ich stehe dazu, mich für sowas zu interessieren und würde es durchaus der Rubrik Allgemeinwissen unterordnen. Sowieso würde ich viel lieber hier arbeiten.

Um mein Bild wieder herzustellen: Über die österreichische Politik bin ich ebenfalls bestens informiert, auch ohne ihn.

Leere Seiten.

Es ist zum verrückt werden. Die meisten Menschen sind im Netz ein offenes Buch. Über andere - immer genau die, über die ich mich informieren möchte - ist im Netz absolut nichts zu finden. Überhaupt nichts. Zum kotzen.

Sonntag, Oktober 21

Kaunertal Opening

Immer wenn wir in Urlaub gefahren sind, konnte ich eine Nacht vorher nicht schlafen. Aufregung, Vorfreude. Besonders vor dem Ski-Urlaub. Das war immer so und wird sich hoffentlich auch nicht mehr ändern. Auch am Freitag war die Vorfreude groß, denn am Samstag habe ich meine persönliche Skisaison eröffnet. Im Oktober? Man muss es mir nachsehen. Ich bin verrückt auf die Berge und auf das Skifahren. Und diese Welt liegt mir hier zu Füßen.
Der Kaunertal-Gletscher war mein Ziel. Die Entfernung habe ich ein bisschen unterschätzt, war dann doch fünf Stunden unterwegs. Eine dreiviertel Stunde davon nur Serpentinen. Die Belohnung waren Sonnenstrahlen auf über 3000 Meter, eine gigantische Aussicht und Pulverschnee. Hätte ich das Freeride-Camp schon besucht, wäre ich wohl nicht fünfmal auf die Fresse gefallen. Mein Dank geht an die Reisegruppe aus Kempten, ohne die ich wohl an meinem Können gezweifelt hätte. Denn der Nachwuchs hat trainiert (alleine die Ski-Schuhe von den Kindern kosten soviel wie meine ganze Ausrüstung). Außerdem zugegen, die Nationalmannschaft von England (mir war nicht bewusst, dass es die überhaupt gibt). Die können dann doch ein bisschen besser Skifahren als ich. Wären die Kemptener nicht da gewesen, hätten mich die kleinen Scheisser komplett bloßgestellt. So lag ich im vorderen Mittelfeld.

Einen Gruß noch an die Österreicher im Allgemeinen: Ihr habt zwar wunderschöne Autobahnen, aber 17 Euro Mautgebühren plus Vignette (ca: 21 Euro für zwei Monate) - geht's noch?

Bilder gibt es, sobald ich mein Kabel wieder gefunden habe.

Donnerstag, Oktober 11

Woran merkt man, dass fast Winter ist?

Die Touristen sind weg.

Überlegung:

Dass ich zu viel nachdenke wird mir immer zum Vorwurf gemacht. Ich könnte entgegnen, dass ich eine Frau bin, mir das – im Vergleich zu manch männlichen Wesen – sozusagen in die Wiege gelegt wurde, aber man will ja nicht Männerfeindlich wirken. Außerdem denke ich viel über Sachen nach, über die man normalerweise nicht so viel nachdenken sollte. Wie man sich so sagt. Kostprobe?

Die Bayern sind nett. Größtenteils zumindest. Jedenfalls netter als die Baden-Württemberger und – okay, auch netter als die Odenwälder. Netter ist hier gleichzusetzen mit offen und herzlich. Gut, eine Erklärung könnte sein, dass sie den Touristen so besser das Geld aus der Tasche ziehen können. Vielleicht aber beeinflussen auch die vielen Sonnenstunden den Charakter. Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, warum in Bayern vieles anders läuft als in anderen Bundesländern, warum Bayern immer eine Sonderbehandlung bekommt.
Warum gibt es in Bayern keine gelben Säcke? Warum muss ich den Müll… falsch… Warum muss ich Papier, Alu, Blech und Tetra-Packs zu Wertstoffinseln, die überall in Lindau verteilt sind bringen? Warum kann ich kleinere Kunststoffe, wie Joghurtbecher, in den Hausmüll (schwarze Tonne werfen) werfen? Größere Kunststoffe aber zum Wertstoffhof bringen, der sich am anderen Ende der Stadt befindet? Wann werden kleine Kunststoffe zu großen? Und wer entscheidet das? Warum kann ich nicht alles wie immer in den gelben Sack werfen und kurz bevor ich auf Arbeit gehe, die Säcke vor meine Haustür stellen?
Kann die Auswirkung dieser Mülltrennung sein, beim Einkaufen nachzudenken, ob man auf ein Alternativ-Produkt um schweift, weil die Verpackung nicht so mächtig ist? Ich will nicht nachdenken. Nicht beim Einkaufen.

Schnitt.

Diese Überlegungen hätte ich mir sparen könnte, hätte ich nachgefragt. In Bayern gibt es sehr wohl gelbe Säcke, nur nicht in Lindau. Eine Lösung für mein Müllproblem ist das wahrlich nicht, aber zumindest habe ich eine Möglichkeit meinen Müll wegzubringen. In Künzelsau musste ich meinen Müll mit nach Hause nehmen, da wir keine gelben, schwarzen und grünen Tonnen hatten. Kein Witz. Warum kann so was in einem Land eigentlich nicht einheitlich geregelt sein?

P.S: Toll wiederum finde ich, dass man in Bayern rauchen darf. Jedenfalls noch bis zum 1.1. Beim WÜRTH schon am 1.8. vor die Tür gestellt, sitzen wir hier noch im Veranstaltungsraum und qualmen was die Kippe hergibt (Zigaretten sind in Österreich übrigens auch günstiger). Soviel zum Thema: „Warum kann so was in einem Land eigentlich nicht einheitlich geregelt sein?“

Und was hast du so gemacht?

Ich habe mir wirklich sehr hässliche Schuhe gekauft. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Ein Bild von den Prachtexemplaren gibt es nicht - ihr würdet lachen.


Meine Residenz, also ein Teil davon. Diese Momentaufnahme entspricht aktuell nicht den Tatsachen. Wer meinen Ordnungssinn kennt, wird wissen was ich meine.


Lindau aus Sicht vom Dreiländer-Rundfahrts-Schiff.


Hier auch - aber mit den Wahrzeichen Lindaus, also Eifelturm und Freiheitsstatue.




Blick auf Bregenz und im Hintergrund der Bregenzer Wald.



Blick vom Pfänder. Eigentlich hat man dort eine Panoramaaussicht auf die Berge und den See. An diesem Tag war der Hausberg leider in Nebel gehüllt. Der Abstieg von dort hat mich drei Tage Muskelkater gekostet. Ich dachte mir nämlich, bevor ich da hochlaufe, schaue ich mir das Ganze doch erstmal beim runterlaufen an. Fehler. Das ist ja viel anstrengender! Zumindest eine Genugtuung hatte ich: 90 % die mir auf dem Weg nach unten (also die nach oben) entgegengekommen sind, haben es nicht bis zum Gipfel geschafft. Definitiv. Am Besten war die Dame mit den schwarzen Stiefeln und den riesen Absätzen.



Irgendwo runter vom Pfänder im Wald. Ich nehme an, dass ich mich dort verlaufen habe. War ein schauriges Eck und mir ist niemand entgegen gekommen.


Gigantisch, die Seebühne in Bregenz. Im nächsten Jahr wird nochmal TOSCA aufgeführt. Nebenan, im Festspielhaus Bregenz, haben wir im November eine Veranstaltung. Sehr schön dort.

Gearbeitet habe ich natürlich auch.

Samstag, Oktober 6

Party-Schiff

Frau (Mitte 30) rechts von mir, Cocktail schlürfend zu ihrem Mann: "Schau, da legt gerade ein Party-Schiff an. Wollen wir mitfahren?"
Ich drehe mich um. Ich kenne Party-Schiffe vom Balaton. Da sind wir auch mal mitgefahren, in der Hoffung Kerle abzuschleppen und abgeschleppt zu werden. Definitiv: Das ist kein Party-Schiff! Hätte mich auch gewundert, schließlich ist Lindau Busreiseziel Nr. 1 (vielleicht nach dem Erzgebirge auch nur Busreiseziel Nr. 2). Und ich brauche ja wohl nicht zu sagen, wer diese Busreisen im Normalfall bucht. Soviel zum Thema Party-Schiff.

Anmerkung: Von der Nilpferdgymnastik im Bodensee dann hoffentlich nächstes Jahr mehr.

Angekommen und eingelebt.

Es muss einen Gott geben oder zumindest Gerechtigkeit. Im März noch in Mittweida, vor drei Wochen in Künzelsau und jetzt hier. In dieser schönen Gegend - im Moment in einem sehr netten Café in Lindau sitzend, mit Blick auf den Bodensee und den Bregenzerwald. Ich versuche über die vielen Touristen und den unverschämten Preis für eine heiße Schokolade hinwegzusehen und amüsiere mich über die Dialekt-Vielfalt.
Mit einer Bodensee-Rundfahrt am Mittwoch konnten wir uns dem Touristen-Feeling dann doch nicht entziehen. Bei schönem Wetter geht es morgen gleich weiter im Programm, wir besteigen den Pfänder, einen der Hausberge. Schnee liegt, zum Ski-fahren reicht es noch nicht. Ende Oktober gibt es die Saisonkarte für's Montafon, im Januar geht es zum freeriden in die Schweiz. Theorie. Praxis: Einkaufen schwierig. In Ravensburg gibt es ein paar Geschäfte, Bregenz kann man vergessen und Lindau sowieso. Die nächste Stadt, die mich Einkaufstechnisch zufriedenstellen könnte, ist München (dort ist übrigens auch das nächste IKEA).

Mit meiner überteuerten, aber bezaubernden Ferienwohnung, mit großem Balkon und Blick auf die Schweiz bin ich sehr glücklich. Abgeschieden im B-Bonzenviertel Lindaus gelegen, bleibt mir eines erhalten: die Landluft. Wenn ich daran denke, dort wieder ausziehen zu müssen, wird mir schlecht. Eines gibt es hier nämlich nicht: Wohnungen. Oder es gibt Wohnungen, aber die haben mindestens einen Haken. Sie sind zu teuer.
Dafür spare ich an der Tankstelle. Zum tanken fahren alle Deutschen nach Österreich (Komischerweise immer dann, wenn ich dorthin fahre und die Straße total überlastet ist). Dafür fahren die Österreicher zum einkaufen zu uns. Tanktourist nennt man das auf der einen, ALDI-Süd leer kaufen auf der anderen Seite.

Erste Kontakte wurden auch geknüpft. Firma, Arbeit und Kollegen - ich bin bisher sehr zufrieden. Nur eins fehlt hier, meine Hasen.

Samstag, September 15

Jetzt einfach mal fast nichts tun.

Mein letzter Arbeitstag beim WÜRTH. Heute auf dem Familientag. Viel habe ich gelernt und erlebt in den 6 1/2 Monaten - eine Sache wird mich wohl mein restliches Leben begleiten: Nach dem ersten Klingeln den Telefonhörer abnehmen. Eigentlich wollte ich noch erzählen, wie laut es ist, wenn Fußbälle platzen, dass ich alle Caterer bewundere und dass ich sehr froh bin, nicht in der Event-Branche gelandet zu sein. Stattdessen genieße ich meine letzten Stunden in Künzelsau und massiere meine Füße, bevor ich ab morgen für zwei Wochen zu meinem Freund fahre und einfach mal fast nichts machen werde. Jedenfalls so lange mal fast nichts machen werde, bis ich das Geschrei von meinem schlechten Gewissen nicht länger ertragen kann.

Ich freue mich auf zwei Wochen ohne Netz, auf zwei schöne Wochenenden, den ein oder anderen Absturz, auf die IAA und auf meinen Job in Lindau. Später. Der Sommer kommt auch zurück. Bayern spielt schon wieder unentschieden. Ich bin wirklich entspannt.

Donnerstag, September 13

Ich will dahin!

Ich hatte bereits beiläufig erwähnt, dass ich zum Boss möchte. Am 2.12. in Mannheim in der SAP-Arena. Wer kann denn auch ahnen, dass das Konzert nach drei Stunden ausverkauft ist. Bisher hat sich niemand bei mir gemeldet, der mir seine Karten schenken möchte. Versuchen wir es also so: Ich würde auch etwas dafür bezahlen oder euch ein Kind machen. Ich würde sogar die undankbaren Block-419-Karten nehmen. Er ist halt nicht wie die Stones, die jedes Jahr eine Abschiedstour geben. Er ist halt auch schon alt:

Montag, September 10

Winzerfest

Nein, die Bilder vom Winzerfest gibt es nicht. Dafür...


...einen schönen Hund.


... schöne Menschen.


... ein Bild mit tieferer Bedeutung.


... Kerwemontag in Wald-Michelbach. Ohne Worte.


... Verlierer.


... Pfingstmarkt?

Dienstag, September 4

Macht mich schlau!

Warum ist es um 20 Uhr schon dunkel?
Warum schalte ich an einem 4. September schon die Heizung an?
Warum sind die Mieten in Lindau noch höher als sowieso schon angenommen?
Warum hat eine Woche fünf Tage und ein Wochenende nur zwei?
Warum ist man an einen Tag vom Wochenende dann auch noch so betrunken, dass man den zweiten Tag schlichtweg verpennt?
Warum schreibe ich nichts für meine Bachelorarbeit?
Warum schreibt jemand in einer Woche 30 Seiten für seine Diplomarbeit? (Hier müsste allerdings die Frage nach dem "Wie um Himmels Willen...?" gestellt werden.)
Warum finde ich auf einmal putzen so spannend?
Warum sind Männer nur so kompliziert? (Der Klassiker. Antworten erspart mir bitte, ich würde es sowieso nie verstehen.)
Warum bekommt unsere Hündin häufiger ihren Krempel als ich?

Warum werde ich mir dieses Buch kaufen, obwohl ich weiß, dass die Antworten darin nicht zu finden sind?

Montag, September 3

Unterschrieben!



Blog - neue Heimat, neue Heimat - Blog. Bald wird nicht mehr aus Künzelsau berichtet, auch nicht mehr aus dem Odenwald (okay, ab und zu schon), mich zieht es noch ein Stück weiter in den Süden, an das Happy End Deutschlands: Lindau am Bodensee. Volontariat ab 1.10. Ich freue mich. Wirklich.

Schööön dort:
- Arbeiten wo andere Urlaub machen.
- Attraktiver als wie Künzelsau und Mittweida zusammen.
- Firma.
- Eineinhalb Stunden bis St. Anton.
- Halbe Stunde bis Oberstdorf.
- Das Montafon vor der Tür.
- Bregenz um die Ecke (TOSCA).
- Der Bodensee ... im Sommer dann...
- Die Landschaft.

Nicht schööön dort:
- 40 Euro kostet 'ne Tageskarte für das Skigebiet am Arlberg.
- Die Mietpreise können mit Künzelsau mithalten und die Künzelsauer Mietpreise bekanntermaßen mit Frankfurt und München.
- Touristen. Ganz viele.
- Bayern.
- Dorf.
- Ich kenne dort mal wieder niemanden. Gelogen. Ich kenne dort bisher zwei Menschen und einen Taxifahrer.

Und bis dahin? Noch zwei Wochen Würth, zwei Wochen Urlaub und eine Bachelorarbeit, die ich auf jeden Fall in diesem Jahr noch anfangen werde fertig stellen werde. Sicher.
Und bisher? Es war Sommer, es war Kerwe, es war fast wie jedes Jahr.

Übrigens: Hat jemand 'ne Karte bekommen und möchte mir diese schenken?

Dienstag, Juli 24

Alles Deppen!

Ihr seid doch alle blöd!

Ihr auch! Wie kann man nur in den Nachrichten das Ende von Harry Potter verraten? Eine Stunde nachdem der neue Band erschienen ist? Natürlich hören da noch Leute Radio, die (noch) nicht wissen wollen ob Snape gut oder böse ist!* Ich ab sofort aber nicht mehr - jedenfalls euren Sender.

* Jaah, ich war in Titanic, obwohl ich wusste wie die Geschichte enden wird. Aber bitte - hier hinkt der Vergleich.

Mittwoch, Juli 18

Und Tschüss!

Praktikum und Studium sind bald Geschichte, Würth wahrscheinlich noch nicht. Man sollte einen Job in Aussicht haben - sagen die Einen, nimm dir mal 'ne Auszeit - die Anderen. Am Ende macht man sowieso das was man möchte. Pläne habe ich genügend, konkret ist noch nichts. Konkreter ist es bei meinen lieben ehemaligen Mitbewohnerinnen: Peg geht nach Neuseeland Schafe züchten, Nance zieht es nach Afrika. Beide bloggen jetzt. Fein.

Und wir? Schreiben weiter an unserer Bachelorarbeit Überlegen uns wann der richtige Zeitpunkt ist, mit der Bachelorarbeit anzufangen, fahren nach Berlin, gehen nach Mannheim und nach Mannheim, schauen einen Film, lachen über die letzten 40 Sekunden, lesen, leben...

Adams!

Seit drei Tagen ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich eine Bryan Adams-CD in meinen CD-Player einlege (eine CD die ich - offiziell zumindest - nicht besitze), nicht ganz so laut aufdrehe (was sollen denn die Nachbarn denken) und mitsinge. Jaah, ich war positiv überrascht von Samstag, von seinem Konzert in Künzelsau. Vielleicht war es auch das grandiose Feuerwerk nach dem Konzert, die sechs Radler oder das atemberaubende Wetter. Vielleicht lag es auch an den drei Herren, die mich begleitet haben ich bestochen und an mich gekettet auf das Konzert schleifen musste. Nein, ich nenne keine Namen. Jedenfalls fühle ich mich irgendwie fröhlich beschwingt. Ungefähr zu vergleichen mit dem Gefühl der fünften Minute nach einem mittelprächtigen Orgasmus.

Ich kannte jedes Lied und habe jedes mitgesungen, auch wenn die Niederländer, die vor mir standen, davon nicht sehr angetan waren. Hat Lust auf mehr gemacht, aber das mittelprächtig lässt sich noch steigern. Vielleicht hier?


Herr Adams ließ es sich nicht nehmen in der Menge zu baden, auf einer Bühne nur fünf Meter von uns weg. Fand ich nett, auf der Hauptbühne habe ich ihn nämlich überhaupt nicht gesehen.
Bild: Hohenloher Zeitung (stimme.de)
 

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